Förderung
Wohn-Riester für Selbstständige
Die staatlich geförderte Eigenheimrente kann selbstgenutztes Wohneigentum verbilligen — für Selbstständige aber nur unter bestimmten Voraussetzungen. Wer Zulagen bekommt und wer nicht.
Wohn-Riester (offiziell Eigenheimrente) fördert den Erwerb selbstgenutzten Wohneigentums über Zulagen und steuerliche Vorteile. Der Haken für Selbstständige: Die Förderung ist an die gesetzliche Rentenversicherung gekoppelt — und die meisten Selbstständigen sind dort nicht pflichtversichert.
Wer als Selbstständiger direkt förderberechtigt ist
- Handwerker, die in der Handwerksrolle eingetragen und rentenversicherungspflichtig sind.
- Künstler und Publizisten über die Künstlersozialkasse (KSK).
- Weitere pflichtversicherte Gruppen wie bestimmte Lehrer, Hebammen oder Pflegepersonen.
- Selbstständige, die freiwillig pflichtversichert sind (Antragspflichtversicherung) — hier lohnt eine individuelle Prüfung.
Mittelbar über den Ehepartner
Ist der Ehepartner direkt förderberechtigt (z. B. angestellt und rentenversicherungspflichtig), kann der selbstständige Partner über einen eigenen Riester-Vertrag mittelbar gefördert werden. Voraussetzung ist in der Regel ein kleiner Eigenbeitrag. So lässt sich die Förderung auch in selbstständig-angestellten Paaren nutzen — siehe auch Selbstständige mit Partner in Festanstellung.
Wenn Wohn-Riester nicht passt
Für die meisten freiwillig versicherten Selbstständigen ist die KfW-Förderung der wirksamere Hebel — sie ist unabhängig von der Rentenversicherung und senkt den Mischzins direkt. Einen Gesamtüberblick gibt die Förderübersicht.
Häufige Fragen
Kann ich als Selbstständiger Wohn-Riester nutzen?
Nur, wenn du in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert bist — etwa als eingetragener Handwerker oder als Künstler/Publizist über die Künstlersozialkasse. Freiwillig Versicherte erhalten keine Zulagen, können aber mittelbar über einen förderberechtigten Ehepartner profitieren.
Bin ich über die Künstlersozialkasse förderberechtigt?
Ja. KSK-Mitglieder sind rentenversicherungspflichtig und damit direkt Riester-förderberechtigt. Für Kreative und Publizisten ist Wohn-Riester deshalb oft eine echte Option beim Eigenheim.
Lohnt sich Wohn-Riester oder lieber KfW?
Wenn du nicht rentenversicherungspflichtig bist, ist die KfW meist der einfachere und wirksamere Hebel. Bist du förderberechtigt, kann Wohn-Riester zusätzlich sinnvoll sein — die Vor- und Nachteile (u. a. nachgelagerte Besteuerung) sollten individuell durchgerechnet werden.
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